Chorprojekt Shosholoza
seit 1989

Konzert:

Shosholoza - Abschied und Neuanfang

17. November 2018   19 Uhr  Oldenburg St.Johanneskirche, Pasteurstr.1

Eintritt: Wir bitten um Spenden für unsere Projekte 

 

SHOSHOLOZA ist XHOSA und heißt "Vorwärts! Voran!"


Das Chorprojekt Shosholoza, besteht aus etwa 25 Frauen und Männer aus dem Raum Oldenburg-Bremen. Ehemals stark verwurzelt in der Anti-Apartheid-Bewegung und mit südafrikanischen Widerstands- und Freiheitslieder in den Sprachen der schwarzen Völker Südafrikas im Programm versucht Shosholoza heute über Traditionen und über historische sowie aktuelle Entwicklungen in Südafrika zu informieren. Dazu dienen Lieder aus dem täglichen Leben und über aktuelle gesellschaftliche Probleme in der Post-Apartheid-Ära wie HIV/AIDS. In Konzerten wird aber auch die Unterdrückungsgeschichte der Nicht-Weißen Bevölkerung Südafrikas während der Apartheid in Liedern und Spielszenen (story-telling) dargestellt. 


Zur Geschichte:

Gegründet im März 1989 konnte Shosholoza (damals noch „Tshotsholoza“) sich mit dem Singen von Freiheitsliedern und Liedern aus dem Widerstand gegen das Apartheidsystem  in den Sprachen der schwarzen Völker Südafrikas aktiv in der Anti-Apartheid-Bewegung engagieren. Inspiration und Anleitung erhielt Shosholoza bereits vor Projektgründung durch Begegnungen mit dem damals im europäischen Exil lebenden ANC-Mitglied James Madhlope Philipps (1987) sowie durch Zusammenarbeit mit dem Amsterdamer CASA-Koor (CASA = Culture for Another South Africa) als Vorbild  für dieses ausschließlich auf das Thema „Südliches Afrika“ bezogene Projekt. 

Zahlreiche Kontakte und Workshops mit Künstlern und Gruppen aus dem südlichen Afrika haben seit Gründung immer wieder zur musikalischen Weiterentwicklung des Chorprojekts wie auch zur fortwährenden Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen gesellschaftspolitischen Themen aus dieser Region beigetragen. Dazu zählen Treffen und Workshops Shosholozas  mit den SWAPO-Chören aus Namibia (1989) und mit den südafrikanischen Künstlern Sophie Mgcina(1994), Hlekelo L. Mphalele (Ndonda Khuze) (1995), Busi Mhlongo,(1997), Sipho Nkosiyane (2000), Raymond Vuyo Mantinyana (1997-2001) und Monde Wani (seit 2002).

Einen ganz besonderen Höhepunkt für das Chorprojekt Shosholoza stellt die Begegnung mit Nelson Mandela im Mai 1996 dar, als dieser in seinem Amt als Präsident der Republik Südafrika zu einem Staatsbesuch in der Bundesrepublik Deutschland weilte. Das kleine Konzert für „Madiba“, ein kurzes gemeinsames Singen mit ihm und seine Ansprache an Shosholoza wird allen Beteiligten des Chores unvergessen bleiben.

Weitere wichtige Stationen in der Geschichte des Chorprojekts  sind die 3 Chorreisen nach Südafrika (1997, 2002, 2008), bei denen Shosholoza Gelegenheiten hatte, konkrete Erfahrungen mit Land und Menschen zu sammeln, sich  mit Situationen, Ängsten und Hoffnungen der sich entwickelnden „Rainbow-Nation“ auseinander zu setzen. Jenseits der üblichen Touristenpfade traf das Ensemble dabei mit zahlreichen Chören, mit Politikern und Idolen aus der Freiheitsbewegung (Walter Sisulu) zusammen, besuchten Townships, Dörfer und Großstädte, tauschte sich mit Institutionen, Projekten und Initiativen aus. 


Projekte

Shosholoza unterstützt mit den Einnahmen aus Konzerten, CD-Verkäufen und Spendensammlungen mehrere sozio-kulturelle Projekte in Südafrika, einige davon sind aktuell vorrangig auf dem Gebiet der Prävention und Aufklärung zu den Themen Jugendkriminalität, Gewalt und HIV/AIDS tätig: 

(ausführliche Beschreibung siehe unter Projekte). 

Shosholoza hält kontinuierliche und direkte Kontakte zu diesen Projekten und bemüht sich um gegenseitige Besuche in regelmäßigen Abständen. Durch die direkten Beziehungen bleibt gewährleistet, dass Spendengelder wie auch Sachspenden den Projekten ohne Umwege über andere Organisationen zukommen und Verwendungszwecke  nachvollziehbar bleiben. 

 Zielsetzung

Das Chorprojekt Shosholoza will sich weiterhin mit den historischen und vor allem den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen Südafrikas und seinen Nachbarn auseinandersetzen. Dies soll sich im musikalischen Programm des Chores widerspiegeln, mit dem Shosholoza durch die Inhalten der Lieder sein Publikums informiert und für die Belange Südafrikas sensibilisiert. Dabei strebt das Chorprojekt eine beständige Entwicklung seiner Darbietungsformen (u.a. Choreografien, Einbindung von Elementen des Story-telling) an. Eine inhaltliche und musikalische Weiterbildung wird durch einen kontinuierlichen Austausch mit den unterstützten Projekten sowie mit Chören und Künstlern aus dem südlichen Afrika angestrebt.


Veröffentlichungen

Vom Chorprojekt Shosholoza sind folgende CDs erhältlich: 


Musikalische Leitung(en) 

Eckard Buchberger (1989 – 2001) 

Jupp Hemmers (2005 – 2010) 

Aktuell:  

Werner Ufferhardt (seit 1989) 

Ulrike Gläser (seit 2005)

 

 Bongani Linda ist am 28. April 2013 gestorben.

 

Wir sind traurig, dass Bongani Linda uns verlassen musste. Aber wir sind glücklich, ihn kennengelernt zu haben.

Das Chorprojekt Shosholoza ist mit ihm und seiner Victory Sonqoba Theatre Company zusammen 16 Jahre älter geworden. Wir begegneten uns im März 1997 zum ersten Mal in seinem Theater im Oliver Tambo Centre in Alexandra während der ersten Chorreise nach Südafrika. Seine stete Nähe zur aktuellen Entwicklung in Südafrika, seine kritische Distanz zur Obrigkeit, seine Analyse der Entwicklungen, die in die Texte seiner Lieder einflossen, haben neben Generationen an Kindern und Jugendlichen in Südafrika auch uns wachsen lassen.

Aus einem zaghaften Kennenlernen ist eine tiefe Freundschaft geworden. Shosholoza begann 1997 gerade erst zum Gesang die Bewegung zu entdecken - Bongani zeigte uns den „Groove“ als selbstverständliches Element südafrikanischer Musik und Lebensweise. Shosholoza war angetreten, das Wesen und die Geschichte der Apartheid zu erfassen – er war in und mit der Apartheid aufgewachsen, hat uns das neue Südafrika nahe gebracht.

Bongani hat die Lieder zu den neuen Herausforderungen einer befreiten Gesellschaft geschrieben, aber immer auch die Finger auf die Wunden und Verletzungen der neuen Geschichte Südafrikas gelegt. Er war, wie er selbst auch hin und wieder betonte, ein „alter Zulu-Kämpfer“ und Sozialist. Der eine gab ihm die unglaubliche Energie, aber auch eine manchmal schwer zu nehmende Dickköpfigkeit, der andere seine kritische Analyse der Verhältnisse. Er vertrat den ANC mit seinem politischen Konzept, er verurteilte aber vehement die Korruptheit seiner Bürokraten. Er hat mit seiner Meinung nicht hinterm Berg gehalten, was ihm seinen Kampf um die Mittel für sein Projekt nicht leichter gemacht hat.

Wir werden keinen der gemeinsamen Workshops, ob in Südafrika oder in Oldenburg vergessen wie auch kein Treffen mit seinen Gruppen in Gauteng und KwaZulu Natal. 

Wir haben Bongani Lindas Sicht auf die Dinge in Südafrika mit seinen Liedern, die er uns gegeben hat, aufgenommen und auf unseren Auftritten verbreitet. Ein Teil unseres Programmes ist sein Programm und sein Wirken ist untrennbar mit unserer weiteren Arbeit verbunden, und das ist letztlich etwas Tröstendes.

SHOSHOLOZA unterstützt mit den Einnahmen aus Konzerten, CD-Verkäufen und Spendensammlungen mehrere sozio-kulturelle Projekte in Südafrika, einige davon sind aktuell vorrangig auf dem Gebiet der Prävention und Aufklärung zu den Themen Jugendkriminalität, Gewalt und HIV/AIDS tätig:

"Bayede Traditional Group und "Bayede Traditional Project" in Bhekuzulu /Vryheid, KwaZulu-Natal

Victory Sonqoba Theatre Company in Soweto, Newcastle und Umlazi/Durban

Siyakhula Community Music Centre in Umlazi/Durban

3. Chorreise nach Südafrika 2008



Begrüßung durch Bayede Music Group in Vryheid
 

Wir sind Mitglied bei SAGE Net   

SAGE Net ist eine trägerübergreifende Kooperationsinitiative sehr unterschiedlicher deutscher und südafrikanischer Organisationen (Verbände, Bildungsinstitute, Behörden, Vereine, Firmen etc.), die sich für eine gemeinnützige, nachhaltige Entwicklung der beiden Länder einsetzen und stark machen.

Das Ziel ist es, zwischen Südafrika und Deutschland langfristigen Kontakt und Austausch auf einer dialogischen Basis zu organisieren. Dabei werden die Synergieeffekte, die auftreten, wenn Menschen unterschiedlicher Organisationen in konstruktiver Weise miteinander arbeiten, genutzt. So werden Ergebnisse erzielt, die Einzelorganisationen nicht erreichen könnten.

SAGE Net stellt somit den Rahmen für die Entstehung direkter Kontakte der Zivilgesellschaften, welche in zielbezogenen Projekten ihren Ausdruck finden.

Alle Infos finden sich hier: http://www.sage-net.org

SHOSHOLOZA sucht Männer zum Mitsingen.

webmasterin@shosholoza.de                                Kontakt zum Chor

- letzte Bearbeitung 29.09.2018 -

Wir bitten bei dieser Gelegenheit auch herzlich um Spenden für die von uns unterstützten Projekte auf das nachstehende Konto:

Kontoverbindung:
Chorprojekt Shosholoza
Volksbank Oldenburg eG
IBAN DE40 2806 1822 3124 5145 00
BIG GENODEF1EDE
Stichwort:  Shosholoza-Projekte

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