Victory Sonqoba Theatre Company

Reconciliation

-Versöhnung-

 

Theater mit Jugendlichen für Jugendliche in den Townships Südafrikas, dafür steht die Victory Sonqoba Theatre Company. Das Theater als Medium zu nutzen, gesellschaftliche Diskussionen anzuregen und am Laufen zu halten ist der Grundgedanke des Theaterpädagogen Bongani Linda, unter dessen Leitung in fünf Städten Theaterprojekte entstanden sind, in denen mit Jugendlichen gearbeitet wird.  

Aufgeführt werden die Stücke der Victory Sonqoba Theatre Company von den jungen Schauspie­lerInnen, TänzerInnen und SängerInnen in Schulen, Kirchen, Gemeindezentren und auf der Straße. Wesentlicher Bestandteil der Arbeit in dem Projekt ist, entsprechend der eigenen Stärken, die Kenntnisse und Fertigkeiten wieder in die Gemeinde zurückzutragen und somit als Multiplikatoren zu wirken. Eine Dis­kussion mit dem Publikum im Anschluss an jede Aufführung ist fester Programmbestandteil.

Das Theater hat sich zur Aufgabe gemacht, mit Hilfe drama­tur­gischer Mittel Missstände in der südafrikanischen Gesellschaft aufzuzeigen, und diesen entgegenzuwirken. Es konzentriert sich heute auf das Feld der Konflikttransformation und arbeitet speziell mit Jungen und Mädchen, die mit Kriminalität bereits in Berührung gekommen sind. Gefangene der Kriminalität nennt Linda den Ansatz. Einige der Jugendlichen findet er mit Hilfe der Lehrer in den Schulen, die ihn auf an- und auffällige Kinder und Jugendliche aufmerksam machen.

Es geht vor allem um Prävention gegen Mord, Vergewaltigung, Inzest, Drogen, Aids und jede Art von Gewalt und Rassismus. Wir haben politische Freiheit erhalten, jetzt arbeiten wir für ökonomische Freiheit. (1)  

Bongani nennt die Jugendlichen, mit denen er arbeitet einerseits die erste in Freiheit geborene Generation, gleichzeitig aber auch die Coca-Cola-Kids.

Diese Begriffe umfassen alles: Die Probleme sind nicht verschwunden, sie haben sich nur qualitativ verändert. Die Grenzen liegen nicht mehr in allererster Linie zwischen schwarz und weiß als zwischen arm und reich und den damit gegebenen oder versagten Bildungs- und Überlebenschancen.  

Die Jugendlichen schreiben und choreographieren ihre eigenen Stücke. Sie stellen einerseits ihre eigenen Erfahrungen dar und knüpfen andererseits an alte Traditionen an. Bongani Linda begleitet die Arbeit und entwickelt die gefundenen Ideen mit den Jugendlichen weiter. Es hat sich eine Talentschmiede entwickelt, die schon eine ganze Reihe ehemaliger SpielerInnen zu gesicherten Existenzen auf der Bühne und im Film verhalf.

Angesichts der Tatsache, dass ein Teil der Jugendlichen aus von Aids zerstörten Familien stammt ist die Möglichkeit, über die Mitarbeit in der Victory Sonqoba Theatre Company ein kleines Einkommen zu erzielen, für manche Jugendliche lebenswichtig. Manchmal hängen noch andere Familienmitglieder an diesem Einkommen.

Ein anderer Schwerpunkt des Projektes ist die Arbeit mit jungen Strafgefangenen in den Gefängnissen sowie mit Strafentlassenen. Ein besonderes Anliegen Bongani Lindas ist hier, die populistische Forderung nach Wiedereinführung der Todesstrafe zu hinterfragen, zu diskutieren und auf deren Verhinderung hinzuwirken.


[1] Oder wie es Nelson Mandela in seinem Buch "Long walk to Freedom" (1994) ausdrückt: "We are not yet free. We have only earned the right to be free."

 

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Kontakt zu Victory Sonqoba:

Elisabeth Lücken 
Alte Raad 12
26127 Oldenburg
Tel: 0441 / 66 40 999   Fax: 0441 / 66 40 933

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